28.06.2011 Gemeinsam den Turbulenzen des Marktes begegnen
Erinnern Sie sich noch? Vor zwei Jahren hatten die Mitarbeiter des Einkaufs beim ersten „Lieferantentag“ unsere wichtigsten Lieferanten für Produktionsmaterialien nach Limburg eingeladen, um Synergien und Ressourcen zu erschließen.
Wegen des großen Erfolges dieser Veranstaltung fiel uns die Entscheidung für eine „Wiederholung“ leicht, zumal auch unsere Gäste sich ausdrücklich einen zweiten „Lieferantentag“ gewünscht hatten.
Dieses Mal luden wir nicht nur Lieferanten für Produktions- und Labormaterial ein, sondern auch für Druck- und Promotion-Artikel, Fahrzeughandel, Fuhrpark und Travel Management.
2. Lieferantentag am 28. März 2011
Am 28. März 2011 war es dann soweit: Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich ca. 80 Lieferanten im Conference Center ein, um allerlei Neues über Mundipharma, die aktuelle Gesundheitspolitik und den Beschaffungsmarkt zu erfahren.
Aktuelle Situation und Ausblick Mundipharma
Unsere Gäste wurden nicht enttäuscht: Gunther Niederheide präsentierte Mundipharmas aktuelle erfreuliche Geschäftslage – und das trotz schwieriger gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen mit regionalen Verordnungshürden (z. B. Metoo- Listen, Verordnungsquoten für Morphine, Hausarzt- und Rabattverträge), die auf eine deutliche Senkung der Arzneimittelkosten abzielen. Hinzu kommen die Erhöhungen der Herstellerrabatte, das bis Ende 2013 gültige Preismoratorium und die Kosten-Nutzenbewertung von Arzneimitteln.
Trotz sehr erfreulicher „Lichtblicke“ im letzten Jahr wie die sehr positive Entwicklung von TARGIN® und Ribomustin®. sieht sich Mundipharma aktuell schwierigen Rahmenbedingungen gegenüber: Die von Gunther Niederheide detailliert vorgetragenen jüngsten einschneidenden pharmapolitischen Entwicklungen („Rösler- Maßnahmen“) belasten Mundipharma überproportional und stellen uns als Mittelständler vor große Herausforderungen.
Diese gilt es zu meistern!
Ein wichtiger Ansatz hierzu war der „2. Lieferantentag“: Wir wollen auch in schwierigen Zeiten weiterhin als innovatives, gut aufgestelltes Unternehmen aktiv
die Zukunft gestalten. Dazu brauchen wir, neben der richtigen Strategie und konkreten zielführenden Maßnahmen,
auch die Unterstützung unserer Partner.
Und genau diesen „partnerschaftlichen“ Ansatz haben wir mit unseren bewährten Lieferanten ausgiebig und sehr konstruktiv auf dem „2. Lieferantentag“ diskutieren können!
Trends und Entwicklungen im Einkauf
In ihrem Vortrag zu den Trends und Entwicklungen im Einkauf gingen Carmen Vorster und Peter Coenen auf weitere Turbulenzen ein, z. B. instabile Finanzmärkte, schwankende Energieund stetig steigende Rohstoffpreise. Deshalb ist Mundipharma neben einer ausgezeichneten Qualität der gelieferten Waren auch auf aktive Unterstützung der Lieferanten bei der Optimierung von Preisen, Konditionen, Lieferzeiten und Dienstleistungen angewiesen.
Unsere Gäste waren natürlich auch sehr an detaillierten Informationen zu den Projekten interessiert, die im Einkauf anstehen. Carmen Vorster und Peter Coenen erläuterten, dass in diesem Jahr die Aktionspläne aus der Lieferantenbewertung
umgesetzt werden sollen, die seit 2005 durchgeführt wird und die Reklamationshäufigkeit erheblich gesenkt hat. Außerdem sind Ausschreibungen für Messebau, Gas, Strom und Mobilfunk geplant. Weitere zukunftsweisende Projekte im Einkauf sind die elektronische Lieferantenakte, elektronische Rechnungen und die Einrichtung zusätzlicher Online-Kataloge für Verbrauchsmaterialien (z. B. Labor- und Büromaterial).
Die Lieferanten, die uns künftig elektronische Rechnungen senden möchten, bat Peter Coenen, Kontakt mit Christoph
Laux aufzunehmen. Für Online-Kataloge ist Vera Wiegand
die richtige Ansprechpartnerin.
Think limbic
Nach der Kaffeepause hielt Dr. Hans-Georg Häusel (Gruppe Nymphenburg Consult AG, München) seinen mitreißenden
und spritzigen Gastvortrag „Denken Sie limbisch – die unbewussten Seiten des unternehmerischen Erfolgs“. Das limbische System des Gehirns liegt in einer entwicklungsgeschichtlich viel älteren Region als das Großhirn, das für das Denken zuständig ist. Das limbische
System gehört zu den Emotionssystemen unseres Gehirns. Von ihm gehen 70 % bis 80 % unserer Entscheidungen aus, ohne
dass wir dies mit dem Verstand beeinflussen können.
Die drei Grundsäulen unserer Persönlichkeit lauten Dominanz (Konkurrenz, Verdrängung), Balance (Sicherheit, Stabilität) und Stimulanz (Erforschung, Entdeckung). Ein Unternehmen kann auf Dauer nur bestehen, wenn der richtige Dreiklang zwischen diesen Motivatoren herrscht. Dabei spielen für den Unternehmenserfolg die Dominanz und Stimulanz eine wichtigere Rolle als die Balance. Bezogen auf die tägliche Arbeit bedeutet dies für Vorgesetzte, auf eine ausgewogene Teamzusammensetzung zu achten, in der alle drei Elemente vertreten sind. Ebenso sollten Chefs dafür sorgen, dass jüngere und ältere Mitarbeiter zusammenarbeiten, da beide Gruppen voneinander profitieren.
Hervorragendes Feedback
Nach dem gemeinsamen Mittagsimbiss mit vielen Leckerbissen aus der Munditeria holten Birgit Steinhauer, KerstinGoertz und Felicitas Lanz die Gäste zu Betriebsführungen ab. Hier hatten die Lieferanten die Chance, ihre Fragen rund um Mundipharma loszuwerden, die natürlich wie immer ausführlich und kompetent beantwortet wurden.
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die Kolleginnen und Kollegen der BU Communication, Haustechnik, Munditeria, Eva Maria Meurer und Svenja Krämer für ihre super Unterstützung. Am Ende der Veranstaltung fragten wir unsere Gäste nach ihrem Feedback. Das einhellige Urteil lautete: Alle freuen sich schon jetzt auf einen weiteren Lieferantentag!
Zur Erinnerung an die Veranstaltung hatten sich Carmen Vorster und Peter Coenen ein hübsches Abschiedsgeschenk
einfallen lassen: einen silberfarbenen Briefbeschwerer in Form eines Dampfers – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses Schiff möglichst oft in ruhigem Fahrwasser liegt oder bei stürmischer See dabei hilft, den Turbulenzen des Marktes besonnen zu begegnen.
Arnett Krulikowski (F)
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