20.08.2011 Nachbericht: Ausbildungsexperten helfen am Telefon
"Meine Tochter hat ihr Studium abgebrochen und sucht jetzt noch kurzfristig eine Lehrstelle als Hörgeräteakustikerin."
Das war nur eine der drängenden Fragen, die Experten von Arbeitsagentur, IHK Limburg und Kreishandwerkerschaft Limburg-Weilburg jetzt telefonisch beantworten mussten. In der gemeinsamen Aktion der regionalen Ausbildungsmarktpartner standen die Telefone zwei Wochen nach Beginn des neuen Ausbildungsjahres nicht still.
Berufsberaterin Maren Galle hatte es vor allem mit Jugendlichen zu tun, die noch dringenden Beratungsbedarf haben. „Einen Jugendlichen ohne Schulabschluss, der bislang keine Lehrstelle gefunden hat, kommt in den nächsten Tagen zu mir. Weil er praktisch begabt ist, werden wir ihn über eine Berufsvorbereitung oder eine Einstiegsqualifizierung in ein längeres Betriebspraktikum vermitteln. Dort hat er dann die Möglichkeit, sein Geschick unter Beweis zu stellen und sich zumindest für das kommende Jahr eine Ausbildungsstelle zu sichern.“ Eine junge Mutter aus dem Südkreis sucht für 2012 eine Teilzeitausbildungsstelle in einem Verwaltungsberuf. Auch hier sieht Galle durchaus Chancen.
Ausbildungsvermittler Jürgen Freiberger vom gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter war ebenfalls ein gefragter Ansprechpartner. Mit Telefon und Computer ausgestattet, galt es, die noch knapp 50 offenen Lehrstellen zu besetzen. Gut sieht es dabei für einen jungen Lim-burger Fachabiturienten aus, dem Freiberger eine Lehrstelle als Bürokaufmann vorschlagen konnte.
Ursula Günther von der IHK Limburg hatte es mit der Mutter eines jungen Mannes aus dem Weilbur-ger Raum zu tun. Ihr 15jähriger Sohn sucht für nächstes Jahr eine Lehrstelle in einem Metallberuf. Günther sieht nach dem ausführlichen Gespräch gute Ausbildungschancen für den Realschüler. „Er muss sich aber schnellstens bewerben. Die meisten namhaften Industrieunternehmen haben ihre Bewerberauswahl bis Weihnachten abgeschlossen“, gab sie der Mutter mit auf den Weg.
Lehrstellensuchenden für das Handwerk stand Natalie Sturm, Ausbildungsberaterin der Kreishand-werkerschaft, Rede und Antwort. Auch in den Handwerksberufen gibt es nach ihren Angaben noch etliche freie Ausbildungsstellen.
Auffallend sei gewesen, dass sehr viele Eltern den Rat der Fachleute suchten, berichteten die Experten abschließend.
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