vhs Semesterbreginn 2017

Familienfreundlichkeit: Ein Win-Win-Faktor für die Bäckerei Simon


Bäckerei Simon
Die Bäckerei Simon aus Ellar ist in einem bundesweiten Wettbewerb als besonders familienfreundlicher Handwerksbetrieb nominiert worden. Nicht nur die Mitarbeiter profitieren von der Rücksichtnahme auf ihre familiäre Bedürfnisse. Bäckermeister Stefan Simon zieht daraus auch einen spürbaren Geschäftsvorteil.

Familienfreundlichkeit im Betrieb: Das ist ein Thema für Sonntagsreden von Sozialpolitikern aller Parteien. Man kann dazu aufwändige Konzepte, Programme und innerbetriebliche Vereinbarungen ausarbeiten. Man kann es aber auch ganz praktisch und bodenständig angehen, wie die Bäckerei Simon aus Ellar. „Ich mache eigentlich nur das, was jeder normale Handwerker macht, der gute Leute behalten will“, sagt Bäckermeister Stefan Simon. Aber ganz so selbstverständlich und alltäglich ist das, was er seinen Mitarbeitern bietet, offenbar doch nicht. Denn die Bäckerei Simon wurde 2016 im Wettbewerb „Familienfreundlichkeit im Handwerk“ nominiert. Unter die drei Siegerbetriebe auf Bundesebene hat es der Waldbrunner Betrieb zwar nicht geschafft, aber schon für die Nominierung nahm eine Jury die Firma genau unter die Lupe, sprach mit Chef und Mitarbeitern.

Offenes Ohr für Mitarbeiter

Simons Rezept für Familienfreundlichkeit ist auf den ersten Blick ganz einfach: „Man muss den Mitarbeitern zuhören. Wenn sich irgendwo ein Problem zeigt, ist eine individuelle und flexible Lösung gefragt.“ Das betrifft in erster Linie die Arbeitszeiten und die Abstimmung auf die Kinderbetreuung und zunehmend auch auf die Pflege älterer Angehöriger. Das Erstellen der Dienstpläne bringt dann allerdings mit entsprechend mehr Aufwand mit sich. „Es gibt bei uns kein Arbeitszeitmodell, das es nicht gibt“, sagt Stefan Simon.
Im Verkauf sind die Dienstzeiten relativ gut handhabbar, weil die 18 Filialen sehr lange Öffnungszeiten aufweisen und ohnehin im Schichtbetrieb betreut werden müssen. „Da gibt es Verkäuferinnen, die sehr gerne am Wochenende oder abends kommen“, erklärt Stefan Simon. „Dafür brauchen dann andere nur selten in diesen Zeiten zu arbeiten, die sie für die Familie benötigen. Zugleich bekomme ich alle Schichten belegt: eine Win-Win-Situation für alle.“
In der Backstube ist es mit der Flexibilität schon etwas schwieriger. Aber auch dort findet sich meistens eine Lösung. Als neulich der Sohn eines Bäckers überraschend schwer erkrankte, konnte der Mann schnell nach Hause und nach dem Rechten sehen. Der Chef und die Kollegen des besorgten Vaters waren sich einig: In dem dringenden Notfall hielten sie ihm gemeinsam den Rücken frei.

Dienstpläne und guter Rat

Nicht immer geht es um die Arbeitszeiten. Manchmal muss auch schnell eine Lösung her, wenn plötzlich das Auto eines Mitarbeiters den Geist aufgibt oder ein unverschuldeter finanzieller Notstand eintritt. In anderen Fällen bekommt Stefan Simon insbesondere bei jungen Leuten mit, dass sie Lebensentscheidungen treffen, mit denen sie es in Zukunft wohl schwer haben werden. „Dann versucht man, einen guten Rat zu geben. Ob der angenommen wird, ist eine andere Frage“, sagt er.
Es läuft jedoch nicht immer alles glatt bei der Rücksichtnahme auf Familien. Dann ist es die Aufgabe des Chefs, Grenzen zu setzen - auch im Interesse des Betriebsfriedens. „Wenn jemand für ein älteres Kind die gleiche Flexibilität einfordert wie bei einem Kind im Kindergarten- oder Grundschulalter, wird es schwierig“, nennt Stefan Simon ein Beispiel. Für ihn ist es ein Gebot der Fairness innerhalb der Belegschaft, dass die Freiheiten nicht ausgenutzt werden.
Insgesamt hat er den Eindruck, dass das Engagement für die rund 150 Mitarbeiter und ihre Familien gewürdigt wird: „Die Leute wissen, dass sie bei Problemen zu mir kommen können. Umgekehrt kann ich mich auf meine Mitarbeiter verlassen, auch wenn es im Betrieb mal hoch her geht.“

Ein Mittel gegen den Fachkräftemangel

Mit dieser Herangehensweise sichert er auch die Zukunft seines Unternehmens. „Im Moment haben wir Glück, weil wir richtig gute Lehrlinge zum Bäcker und Konditor haben. Insgesamt ist es aber heute spürbar schwerer, gute Leute zu bekommen, als noch vor zehn Jahren“, bilanziert Stefan Simon. In Zeiten des viel beschworenen Fachkräftemangels kann Familienfreundlichkeit ein echter Pluspunkt für einen Betrieb sein. Vor allem Frauen, die nach der Kinderbetreuung als Verkäuferinnen anfangen und zum Teil aus anderen Berufen kommen, sehen flexible Zeiten und die Arbeit in einer wohnortnahen Filiale als entscheidende Argumente bei der Wahl des Arbeitgebers. Familienfreundlichkeit ist also ein echter Vorteil im Wettbewerb um Mitarbeiter.

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