vhs Semesterbreginn 2017

Stabiler Grundstein für die Karriere auf dem Bau


Keine Frage: Die Arbeit auf dem Bau war nie leicht, und trotz vieler Vereinfachungen durch die moderne Technik wird sie so schnell auch kein Zuckerschlecken werden. „Aber man muss sich nur mal umschauen, wie viel derzeit gebaut wird und was es im ganzen Land an Straßen, Brücken und anderer Infrastruktur gibt, die erneuert und ausgebaut werden müssen: Im Bauhandwerk sind die Karrierechancen gut“, sagt Carsten Pabst.

Pabst leitet das Ausbildungszentrum der Bau-Innung Limburg/Weilburg. Ihm fällt noch ein weiteres Argument für den Einstieg im Bauhandwerk ein: „Der Altersschnitt auf den Baustellen liegt hoch. In den nächsten Jahren werden viele Kollegen in Rente gehen. Nachwuchs ist also gefragt.“
Sofern dieser Nachwuchs in einem Betrieb im Landkreis in die Lehre geht, durchläuft er automatisch das Ausbildungszentrum, das seit 1980 direkt neben der beruflichen Friedrich-Dessauer-Schule besteht. Dort findet der praktischen Part der überbetrieblichen Ausbildung für die gesamte Baubranche im Landkreis Limburg-Weilburg statt. Zumindest gilt das für das erste Ausbildungsjahr, die Grundstufe. In dieser Zeit lernen sämtliche Bau-Azubis alle Fachbereiche kennen: Fliesenleger schnuppern bei den Zimmerleuten rein, Trockenbaumonteure absolvieren eine Station in Sachen Betonbau, Stuckateure bekommen etwas vom Straßenbau mit. Insgesamt wird Wissen für 15 Ausbildungsberufe vermittelt. Dazu kommt noch einmal für jeden Beruf eine dreiwöchige Vertiefungsphase, in der es um spezifische Inhalte geht.

Karriere auf dem Bau - Landkreis Limburg-Weilburg
Fast 1500 Azubis seit 1980

Nach dem ersten Lehrjahr trennen sich die Wege. Die Azubis, deren Berufe in Limburg-Weilburg eher selten vertreten sind, erhalten die überbetriebliche Ausbildung an Schwerpunkteinrichtungen in anderen Regionen.
In Limburg bleiben für die zwei restlichen Lehrjahre die Beton- und Stahlbetonbauer, die Maurer und die Straßenbauer. Rechnet man Grund- und Fachstufe zusammen, sind seit Jahren immer gut 40 Auszubildende am Zentrum. Seit dem ersten Jahrgang 1980 haben knapp 1500 junge Leute die Einrichtung durchlaufen. Dazu kommen Praktikanten, die als Schüler Eindrücke vom Bauhandwerk sammeln möchten; unter ihnen auch einige Gymnasiasten, die dann oft auf das Studium als Bauingenieur zielen.

Karriere auf dem Bau - Landkreis Limburg-Weilburg
Nah dran an den Betrieben

Relativ neu ist die weiterführende Ausbildung der Straßenbauer seit 2009 im Programm. Zuvor waren diese Nachwuchskräfte nach Frankfurt gefahren, um ihre Berufsschulblöcke zu absolvieren. Da es mehrere große Straßenbaufirmen im Landkreis gibt, mussten viele junge Leute den weiten Weg auf sich nehmen. Mit dem neuen Ausbildungsangebot in Limburg wurde es für sie und die Lehrbetriebe einfacher. „Den Betrieben ist es wahrscheinlich auch ganz recht gewesen, dass hier die Möglichkeiten des Nachtlebens nicht so groß sind wie in Frankfurt“, sagt Carsten Pabst und schmunzelt.
Außerdem sieht er es als großen Vorteil an, dass die Akteure im Ausbildungszentrum und in den Betrieben sich persönlich gut kennen. Problemlösungen und Absprachen sind so auf dem „kurzen Dienstweg“ möglich. Auch intern sind die Wege kurz. Schließlich teilen sich die Friedrich-Dessauer-Schule, an der der theoretische Unterricht stattfindet, und das Ausbildungszentrum ein Grundstück.

Karriere auf dem Bau - Landkreis Limburg-Weilburg
Ausbildungszentrum auf Wachstumskurs

Inzwischen hat sich die Straßenbauer-Ausbildung gut eingespielt und die Azubis dieser Richtung stellen die größte Gruppe. Zu der ersten Halle, in der sie das exakte Vorbereiten eines Straßen-Unterbaus und andere Arbeitsweisen üben, soll demnächst eine weitere Halle über dem bestehenden Außengelände hinzukommen, so dass die Ausbildung weniger abhängig vom Wetter ist und im Sommer kein Sonnenbrand droht. „Die Baugenehmigung ist da, und die Halle werden wir, wie alles im und am Ausbildungszentrum, in Eigenregie bauen. Das freut wegen der Kostenersparnis auch den Landkreis“, sagt Pabst.
Gerade für die Straßenbauer ist der Umgang mit schwerem Gerät ein Thema. Auf dem überschaubaren Freigelände lässt sich mit großen Baggern und Asphaltmaschinen aber kaum arbeiten - einmal abgesehen von den Anschaffungskosten solcher Gerätschaften. Für diese Inhalte funktioniert die Zusammenarbeit mit den Straßenbaufirmen aber reibungslos, und das Ausbildungszentrum kann bei ihnen die Maschinen nutzen.

Karriere auf dem Bau - Landkreis Limburg-Weilburg
Moderne Technik trifft bewährte Handwerkskunst

Die Ausbilder stoßen zusammen mit den Lehrern der Berufsschule gerne auch Projekte für gemeinnützige Einrichtungen an, sofern es Vorhaben sind, die sonst aus Geldmangel nicht verwirklicht würden. Schließlich soll keinem Betrieb ein Auftrag weggenommen werden. In diesem Rahmen arbeiten die Auszubildenden verschiedener Fachrichtungen derzeit an einem kleinen Haus für das Außengelände der Lebenshilfe in Limburg.
Was die Lehrinhalte betrifft, hat sich in den vergangenen Jahren einerseits eine Menge geändert, andererseits ist Vieles gleich geblieben. Klassisch in Mörtel wird heute auf vielen Baustellen nicht mehr gemauert, sondern die Steine werden verklebt. Dennoch legt Carsten Pabst, der selbst Beton- und Stahlbetonbaumeister sowie Maurermeister ist, Wert darauf, dass die Auszubildenden traditionelle Techniken beherrschen, beispielsweise das Mauern verschiedener Arten von Bögen und Gewölben oder ein zweischaliges Mauerwerk.
Ähnlich sehen es seine Kollegen Manfred Kram, der sich mit den gleichen Meistertiteln wie Pabst auf die Beton- und Stahlbetonbauer konzentriert, und Mathias Landau, der als Straßenbaumeister in seinem Metier ausbildet. „Wenn ich eine Schalung für eine Betontreppe aus Holz aufbauen kann, dann komme ich auch mit den unterschiedlichen Schalungssystemen klar, die heute auf den Baustellen im Einsatz sind“, nennt Pabst ein Beispiel.
Letztlich geht es im Handwerk eben immer noch um der Hände Arbeit, und mit der und dem richtigen Fachwissen kann man auf dem Bau eine Menge bewegen.
Karriere auf dem Bau - Landkreis Limburg-Weilburg
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