Campingplatz Odersbach: Von der Zeltwiese zum mittelständischen Betrieb

Datum: 12.04.2018


Campingplatz Odersbach

Ein bisschen sehen sie aus wie die Häuser der Hobbits aus dem „Herrn der Ringe“, die halbrunden hölzernen Unterkünfte die sich auf dem Hang des Lahntals bei Odersbach erheben. Doch es handelt sich um die neuesten Errungenschaften des Campingplatzes in dem Weilburger Stadtteil. „Das ist Glamping: glamouröses Camping“, erklärt Thomas Kremer, der Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins Odersbach und damit Geschäftsführer des Campingplatzes. Die vier großformatigen Holzfässer und drei noch etwas geräumigeren gewölbten Campinglodges stehen seit 2017 für die Vermietung bereit.
„Wir reagieren damit auf ein verändertes Verhalten: Die Menschen wollen der Natur nahe sein, aber doch einen gewissen Komfort nicht missen“, sagt Martin Kramer, der zweite Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins. Entsprechend bieten die Campingfässer ein Bett für zwei Personen, einen Tisch mit Sitzbänken und eine Heizung. Die Lodges verfügen neben Schlafplätzen für bis zu drei Gästen auch über Kühlschrank, Toilette und Fernseher. Beide können mit Frühstück gebucht werden. Alles in allem ein ungewöhnlicher Service-Umfang für einen Campingplatz. Zielgruppe sind vor allem Radfahrer und Kanuten, die zwar gerne im Freien unterwegs sind, aber nicht unbedingt die Nacht im Zelt verbringen möchten.

Schon immer offen für neue Ideen

Campingplatz Odersbach
Es gehört zur Tradition des Campingplatzes, offen für neue Entwicklungen zu sein. „Wir haben als einer der ersten Anbieter Plätze für Wohnmobilisten bereitgestellt, als die anderswo noch nicht gern gesehen waren“, erinnert Kramer sich. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Platz nicht nur auf sechs Hektar mit rund 300 Stellplätzen und mehrere Zeltwiesen angewachsen, sondern umfasst auch einen Biergarten, eine Minigolfanlage, eine Bootslipanlage, einen Spielplatz und zwei Sanitärgebäude. Das angrenzende Schwimmbad ist zwar in kommunaler Trägerschaft, aber in den Platzgebühren ist der Eintritt enthalten.
„Und der Platz gibt acht Menschen Lohn und Brot“, betont Kremer. Schließlich steckt hinter rund 45.000 Übernachtungen im Jahr jede Menge Arbeit, um den Platz ständig in einem guten Zustand und den Betrieb reibungslos in Gang zu halten. Belohnt wurde die Arbeit mit einer Vier-Sterne-Wertung des Deutschen Tourismusverbands.

Hinter diesem mittelständischen Unternehmen steckt kein privater Betreiber, sondern der Kur- und Verkehrsverein Odersbach, und das seit 1953. „Damals, kurz nach dem Krieg, stand man für den wirtschaftlichen Aufbau des Orts vor der Wahl, ob man sich auf Industrie oder auf Tourismus im Lahntal konzentrieren sollte, und man entschied sich für den Tourismus“, erläutert Martin Kramer. Der Kur- und Verkehrsverein gründete sich, um diese touristische Entwicklung voranzutreiben; nicht nur, aber vor allem als Träger des Campingplatzes, der damals nur eine Zeltwiese war. Der Vereinsvorstand übernahm im Ehrenamt die Geschäftsführung des Platzes.
So ist es bis heute geblieben, und die Entscheidung hat sich bewährt. Immerhin ist der Campingplatz nach Berechnungen des Vereins für jährlich fast 1,5 Mio. Euro Wirtschaftsleistung in der Region verantwortlich - von den Campinggebühren über Aufträge an heimische Unternehmen bis hin zur Selbstverpflegung der Gäste, die dem Einzelhandel Umsätze beschert.

Komfort wird auch für Camper wichtiger

„Deutschlandweit gibt es nur ganz wenige Campingplätze unter ehrenamtlicher Geschäftsführung“, sagt Vorsitzender Kremer. Er sieht diese Organisationsform als einen wesentlichen Faktor für den Erfolg an: Das Geld, mit dem andere Campingplätze das Gehalt des Geschäftsführers bezahlen, fließt in Odersbach in Erhalt, Ausbau und ständige Weiterentwicklung des Platzes.
Für die Zukunft erwartet der Vereinsvorstand, dass noch mehr Plätze für das komfortable Glamping geschaffen werden. „Auch wenn wir 2017 praktisch nur Werbung über die eigene Homepage gemacht haben, waren die Campingfässer und die Lodges besser gebucht als wir erwartet hatten“, berichtet Kremer. Allerdings werden auch die hergebrachten Formen nicht zu kurz kommen. So sind die rund 200 Plätze für Dauercamper vollständig belegt und mit 15.000 touristischen Übernachtungen in der Saison vom 1. April bis 31. Oktober sind die Betreiber hoch zufrieden. Die Erfolgsgeschichte des Platzes mit dem ungewöhnlichen Trägermodell ist also noch längst nicht zu Ende.

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