Dr. Patricia Schaub, Chefärztin der Gefäßchirurgie bei "Gesund vor Ort" mit dem Thema: „Bauchaortenaneurysma – die tickende Zeitbombe“

Unternehmen: Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH | Datum: 13.08.2018


Tipps zur Prävention und Informationen über die modernsten Diagnose- und Behandlungsverfahren der Gefäßmedizin gibt es von der Chefärztin der Klinik für Gefäßchirurgie Dr. Patricia Schaub.
In der Reihe "Gesund vor Ort" des Weilburger Tageblatts spricht Chefärztin Dr. Patricia Schaub von der Gefäßchirurgie des Limburger St. Vincenz-Krankenhauses am Donnerstag, 30. August, um 19 Uhr im Weilburger Hotel Lahnschleife zum Thema „Bauchaortenaneurysma – die tickende Zeitbombe“.


An einer krankhaft erweiterten Schlagader im Bauch sterben allein in Deutschland jährlich bis zu 9000 Menschen. Betroffen sind vor allem Männer ab einem Alter von 65 Jahren, aber auch Frauen kann die Diagnose treffen. Information, Aufklärung und Beratung zu Vorbeugung und Therapie des Bauchaortenaneurysmas gibt jetzt die Expertin für Gefäßchirurgie am St. Vincenz-Krankenhaus. Am 30. August um 19 Uhr informiert Chefärztin Dr. Patricia Schaub in einem Vortrag über die schleichende Gefahr: „Bauchaortenaneurysma – die tickende Zeitbombe.“ Auch andere gefäßmedizinische Fragestellungen können die BesucherInnen mit der Expertin vor Ort erläutern. Gern gibt die Gefäßspezialistin Tipps zur Prävention und informiert über die modernsten Diagnose- und Behandlungsverfahren der Gefäßmedizin.

„Heute können wir ein Aneurysma frühzeitig durch eine komplett schmerzlose Ultraschall-Untersuchung (sog. Screening) ohne jedwede Strahlenbelastung erkennen und entsprechend vorbeugen“, so Dr. Patricia Schaub. „Lassen Sie sich screenen“, lautet daher der Appell der Gefäßchirurgin an die BürgerInnen der Region. Durch das Screening besteht die Möglichkeit, Patienten in ein weiteres Überwachungsprogramm aufzunehmen und falls notwendig auch vorsorglich zu operieren. „Zahlreiche Todesfälle durch die meist tödlich verlaufenden Rupturen können so verhindert werden“, erklärt die Gefäßchirurgin.
Das Gefährlichste an der Erweiterung der Bauchschlagader ist: Oft verursacht sie zunächst überhaupt keine Beschwerden und wird vom Patienten meist nicht bemerkt. Wird das Aneurysma größer können Rückenschmerzen auftreten. Manchmal führt es zu Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule oder der Nieren – ein Alarmsignal für ein baldig drohendes Platzen der Ader. Platzt ein Bauchaortenaneurysma klagen die Patienten über unerträglichen Bauchschmerz mit Ausstrahlung in den Rücken, Übelkeit und Brechreiz. Durch die innere Blutung kommt es zu einer lebensbedrohlichen Situation. Durch rechtzeitiges Screenen lässt sich Schlimmeres verhindern!

Laut Empfehlung der Gefäßchirurgen sollte jeder Mann und auch jede Frau ab 65 Jahren, die längere Zeit geraucht haben, an diesem Screening teilnehmen. Gefäßmedizinische Screening-Untersuchungen sind allerdings zurzeit keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Aktueller und auch ehemaliger Nikotinkonsum erhöht das Erkrankungsrisiko um das 3-5fache und gilt somit als wichtigster Risikofaktor.

Hintergrund Bauchaortenaneurysma (BAA):
Unter einem Aneurysma versteht man die Erweiterung einer Schlagader (Aorta). Diese Erweiterung kann in allen Körperregionen auftreten. Sie betrifft am häufigsten die Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma oder auch abgekürzt BAA). Die Hauptgefahr besteht darin, dass ein Aneurysma plötzlich platzt und es zur inneren Verblutung kommt. Andere Risiken bestehen z. B. in der Bildung von Blutgerinnseln im Aneurysma, die zu akuten Gefäßverschlüssen in den Beinen führen können.
Die meisten Aneurysmen werden durch die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) hervorgerufen. Fünf von hundert Männern über 65 Jahre haben eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader, welche überwacht werden muss. Bei einem von hundert Patienten ist eine umgehende Behandlung notwendig! Aktive und frühere Raucher sind besonders gefährdet, darüber hinaus wird auch eine erbliche Veranlagung beobachtet. Frauen haben ein niedrigeres Risiko, sollten aber bei Vorliegen von Risikofaktoren (Nikotinabusus, Arteriosklerose)und vor allem bei familiärer Belastung ebenfalls untersucht werden.


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