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Wohin nur mit den LKW?


Blick auf die mögliche Rastanlage zwischen B8 und A3
Der Joghurt im Supermarktregal, das Kopierpapier im Büro, Rohstoffe für die Industrie: Das alles und noch eine Menge mehr kommt per LKW zu uns. Alleine auf dem Abschnitt der Autobahn 3 im Landkreis Limburg-Weilburg sind täglich rund 15.000 von ihnen unterwegs (Stand: Verkehrszählung 2017). Aber LKW fahren nicht nur. Sie parken auch, müssen sogar parken, damit die Fahrer ihre gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten. Und genau das wird immer mehr zu Problem. Denn an den Autobahnen gibt viel zu wenig Parkplätze für LKW. Bundesweit fehlen rund 14.000 Stellplätze für „Brummis“. Abends und an Wochenenden kann man an Raststätten und Parkplätzen beobachten, dass die Lastwagen dicht an dicht stehen und manchmal gefährlich in Ein- und Ausfahrten hinein ragen.
Mehr LKW-Parkplätze müssen also dringend her. Aber das ist gar nicht so einfach, wie sich in der Region beobachten lässt. Schon in der Planungsphase der neuen Autobahnbrücke bei Limburg, also vor rund 15 Jahren, war von zusätzlichen Stellplätzen die Rede. Doch fast genauso alt ist der Widerstand gegen praktisch alle vorgeschlagenen Standorte, und das für beide Fahrtrichtungen und in Hessen genauso wie in Rheinland-Pfalz. Viele verschiedene Varianten waren und sind im Gespräch: das ehemalige Bundeswehrdepot nahe Görgeshausen, Flächen nahe Brechen, Hünfelden und Linter, kleinere Parkplätze bei Girod und Nomborn, verschiedene Varianten am Limburger ICE-Gebiet, die Erweiterung der bestehenden Raststätten bei Limburg und Bad Camberg sowie neuerdings ein privat betriebener Autohof bei Heiligenroth.

Anwohner wehren sich erbittert

Überall wehren sich Einwohner und Politik gegen die Pläne, meist mit ähnlichen Argumenten: Niemand möchte Lärm und Abgase von an- und abfahrenden Brummies in der Nähe von Wohngebieten haben. Auch der Ruf der Fernfahrer als ruppige Gesellen spielt eine Rolle. Sogar von Prostitution ist die Rede. Dazu kommt die drohende Versiegelung von Natur- und Landwirtschaftsfläche oder der Verlust wertvoller Parzellen für die Gewerbeansiedlung.
Die älteste Variante ist der 2012 erstmals präsentierte Plan für das seit Jahrzehnten ungenutzte Bundeswehrdepot im Elzer Wald. Die gesamte Limburger Autobahnraststätte in Fahrtrichtung Frankfurt soll auf das elf Hektar große Gelände verlegt werden. Rund 240 Lastwagenstellplätze sind vorgesehen. Vom größten LKW-Parkplatz an einer Autobahn in Hessen ist die Rede. Sogar Baurecht wurde geschaffen, wodurch der Standort offiziell als beschlossene Sache gilt. Gebaut wurde jedoch bis heute nichts - und das obwohl inzwischen im Rahmen des Brückenbaus die Autobahnraststätte Limburg abgerissen wurde. Ersatz für die dortigen Stellplätze gibt es nicht.
Der Stillstand im alten Depot beruht nicht zuletzt auf dem erbitterten Widerstand der Ortsgemeinde Görgeshausen, im Einklang mit der Verbandsgemeinde Montabaur und dem Westerwaldkreis. Denn der Rastplatz würde bis nahe an den Ortsrand von Görgeshausen reichen. Von der Ortslage der Gemeinde Elz, zu der die Fläche politisch gehört, ist das Depot hingegen weit entfernt. Görgeshausen hat ein höchst wirksames Druckmittel in der Hand: Die Zufahrt der Rastanlage von der A3 aus müsste auf dem Gebiet der Gemeinde angelegt werden, und das ist ohne ihre Zustimmung kaum möglich.


Neuer Anlauf im Frühjahr 2019

Allerdings sind die Görgeshausener keineswegs renitenter als andere Menschen in der Region. Denn schließlich haben sich auch andernorts Bewohner und Politik mit Händen und Füßen gegen LKW-Rastplätze gewehrt. Im Verlauf des Jahres 2019 wird das voraussichtlich erneut zu beobachten sein: Auf der Autobahnseite mit Fahrtrichtung Köln will Deges, ein staatliches Unternehmen, das Bauarbeiten an Autobahnen steuert, noch im Frühjahr die Untersuchungen der vier verbliebenen Varianten abschließen: Erweiterungen der Anlagen bei Limburg und/oder Bad Camberg, ein Grundstück zwischen ICE-Gebiet und Bundesstraße 8 bei Limburg und ein Standort an der Gemarkungsgrenze von Brechen und Hünfelden. Der Abschluss der Untersuchungen bedeutet aber noch lange nicht, dass die Parkplätze gebaut werden, denn danach dürfte der Widerstand erst richtig Fahrt aufnehmen. Einzig die Erweiterung der bestehenden Rastplätze scheint weitgehend konfliktfrei möglich zu sein. Aber ob dort der Platz dazu ausreicht, scheint fraglich.

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