Lebenshilfe: Kurze Wege und Kollegialität


Die Geschäftsführung der Lebenshilfe, Elisabeth Gerheim und Werner Schlenz.
Die Geschäftsführung der Lebenshilfe, Elisabeth Gerheim und Werner Schlenz.
Seit mehr als 50 Jahren unterstützt die Lebenshilfe Limburg Diez Menschen mit Behinderung und deren Familien. Die einstige Selbsthilfegruppe ist zwar als Verein organisiert, hat sich aber zugleich zu einem Unternehmen mit mehreren Standorten und rund 520 Mitarbeitern gewandelt. Damit steht die Lebenshilfe im Wettbewerb um Arbeitskräfte, und das auf vielen Feldern. „Heilerziehungspfleger, Erzieher und Sozialpädagogen machen einen großen Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus“, sagt Elisabeth Gerheim, die pädagogische Geschäftsführerin der Lebenshilfe. „Aber wir haben auch eine Verwaltung und in den Werkstätten Mitarbeiter mit handwerklichem Hintergrund.“ In den vergangenen Jahren sind zudem viele Mitarbeiter aus der Alten- und Krankenpflege eingestiegen, weil der Altersdurchschnitt der rund 900 Betreuten steigt. Die Lebenshilfe bietet also für eine große Vielfalt von Talenten einen Arbeitsplatz, und das als #heimatkarriere in kurzer Entfernung zum Wohnort.

Anspruchsvoll, aber flexibel

Der Geschäftsführerin ist bewusst, dass die Arbeitszeiten den Mitarbeitern viel abverlangen. Schließlich müssen die Menschen in den Wohnheimen auch morgens, abends und an den Wochenenden betreut werden. „Um so wichtiger ist es, dass die Zusammenarbeit in den einzelnen Teams offen und gemeinschaftlich funktioniert. Darauf legen wir großen Wert“, sagt Gerheim. Auf diesem Weg ist es trotz der anspruchsvollen Pflegearbeit oft möglich, die Arbeitszeit individuell passend zu gestalten. Auch Teilzeitstellen mit geringeren Stundensätzen sind möglich. „Hier bieten sich insbesondere die familienbegleitenden Dienste an, also zum Beispiel der Fahrdienst zu und von den Werkstätten und Betreuungseinrichtungen. Das sind nur wenige Stunden am Tag“, erläutert die Geschäftsführerin. Diese Aufgaben sind vielfach als Zuverdienstmöglichkeit begehrt. Einen weiteren Vorteil bieten die kurzen Wege, damit zum Wochenend- oder Frühdienst nicht noch ein oder zwei Stunden Anfahrt dazu kommen. „Die meisten Mitarbeiter kommen aus der Region“, sagt Gerheim. „Einige haben zuvor auch weiter entfernt gearbeitet und sparen sich jetzt das lange Fahren.“

Aus- und Weiterbildung in Heimatnähe

Besonderes Augenmerk richtet die Lebenshilfe auf die Ausbildung von jungen Leuten oder von Quereinsteigern in den Beruf. Heilerziehungspfleger bildet das Unternehmen selbst aus, in enger Zusammenarbeit mit der Limburger Adolf-Reichwein-Schule. Erzieherinnen, Erzieher und Sozialassistenten können ihr Anerkennungsjahr im Unternehmen absolvieren. Auch wer in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in Pflege und Betreuung hineinschnuppern will, ist bei der Lebenshilfe richtig. In den Werkstätten werden immer wieder Quereinsteiger aus Handwerksberufen gesucht. „Für diese Mitarbeiter organisieren wir die nötige pädagogische Zusatzausbildung während der Arbeitszeit“, erläutert Gerheim. Vielen Auszubildenden kann die Lebenshilfe eine Übernahme zusagen, oft schon vor der Abschlussprüfung. Selbst wenn jemand nach dem FSJ oder der Ausbildung erst einmal das Unternehmen verlässt, heißt es bei der Lebenshilfe keineswegs: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ „Ich freue mich immer, wenn die jungen Leute mit uns oder privat mit Mitarbeitern in Kontakt bleiben“, sagt Gerheim. Denn sie hat die Erfahrung gemacht, dass sich das auf lange Sicht sowohl für die Lebenshilfe als auch für die Lebensplanung der jungen Menschen auszahlt. „In jungen Jahren wollen viele gerne in die große Stadt, nach Frankfurt, Wiesbaden oder Köln“, sagt die Geschäftsführerin. Aber für viele kommt später eine Phase, in der die großstädtische Partymeile nicht mehr so wichtig ist sondern es um Familiengründung und das eigene Häuschen geht. Dann werden die Nähe zu den eigenen Eltern und die bezahlbaren Immobilienpreise in der Gegend attraktiv. Und wer bis dahin den Kontakt zur Lebenshilfe als altem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz gehalten hat, kommt dort oft ganz schnell zu einem Arbeitsplatz. Dieses Netzwerk für die #heimatkarriere, das derzeit über persönliche Kontakte schon gut funktioniert, will die Lebenshilfe in Zukunft über soziale Medien stärken.

Chancen auf #heimatkarrieren

Ein weiterer Pluspunkt: Als vergleichsweise großes Unternehmen gibt es bei der Lebenshilfe größere Chancen zum Aufstieg oder zum Wechsel der Aufgaben als in kleineren Unternehmen. Immer wieder einmal werden verantwortungsvolle Posten frei. „Wir unterstützen unsere Mitarbeiter bei ihrer Weiterentwicklung. Beispielsweise haben viele Wohnheimleiter einmal als Wohngruppenleiter angefangen“, berichtet Gerheim. Nicht zuletzt ist sie die heutige Geschäftsführerin selbst ein Beispiel dafür: 1991, nach ihrem Studium der Sozialen Arbeit, fing sie als Elternzeitvertretung auf einer Stelle in der Werkstatt der Lebenshilfe an. 1998 wollte sie andere Schwerpunkte setzen, übernahm eine Wohnbereichsleitung und begann ein berufsbegleitendes Sozialmanagement-Studium. Noch während des Studiums wurde sie 2006 Geschäftsführerin der neu gegründeten Gesellschaft Lebenshilfe Wohnen, die in den folgenden Jahren immer weiter wuchs und neben dem Wohnhaus in Diez auch Fahrdienste und familienbegleitenden Dienste organisierte. Vor drei Jahren, als die Geschäftsführerebene der beiden Lebenshilfe-Gesellschaften umstrukturiert wurde, rückte sie gemeinsam mit Werner Schlenz an die Spitze des operativen Geschäfts auf. Bei der Lebenshilfe kann die #heimatkarriere also von der befristeten Vertretung bis ganz nach oben führen.

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