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WETON: Ein Baustoffhändler geht neue Wege

Unternehmen: WETON Baustoffe | Datum: 29.08.2019


“Mit effizienten Strukturen und Arbeitsabläufen hängt der Handel einige Jahre hinter der Industrie zurück”, räumt Manuel Hannappel ein. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht seit rund einem Jahr, den Limburger Baustoffhändler Weton auf diesem Feld mindestens auf Augenhöhe mit der Industrie zu bringen. So lange leitet Manuel Hannappel als neuer Geschäftsführer nun schon das traditionsreiche Unternehmen.

Effizientes Arbeiten ist für ihn zwar auch eine Sache von zeitgemäßen, elektronisch gestützten Prozessen. Viel mehr noch kommt es aber auf die Einstellung der Belegschaft und insbesondere der Führungskräfte an. In erster Linie bedeutet das, den Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung zuzutrauen. “Die Abteilungsleiter organisieren ihre Arbeit so weit wie möglich selbst. Nur wenn sich da etwas nicht alleine regeln lässt, wird die Geschäftsführung einbezogen”, fasst Hannappel seinen Ansatz zusammen. Als Geschäftsführer müsse man sich da auch ein Stück zurücknehmen können, nicht alles selbst bestimmen wollen und vor allem Kritik immer konstruktiv formulieren. “Ich kann mir vorstellen, dass das im Mittelstand insbesondere Eigentümern schwer fällt, die selbst die Geschäfte führen”, meint Hannappel.

Manuel Hannappel leitet als neuer Geschäftsführer nun schon ein Jahr lang das traditionsreiche Unternehmen WETON Baustoffe
Manuel Hannappel leitet als neuer Geschäftsführer nun schon ein Jahr lang das traditionsreiche Unternehmen WETON Baustoffe


Mehr eigenständige Entscheidungen

Bei Weton wurde die neue Firmenkultur zunächst in Führungskräfteseminaren umgesetzt, an denen auch leitende Mitarbeiter der Schwesterfirma Weton Massivhaus teilnahmen. “Aber es muss vor allem im Alltag gelebt werden”, betont Hannappel. “Wenn ein Mitarbeiter mit einem Thema zu mir kommt, frage ich erst einmal: Habt ihr das schon in der Abteilung besprochen?” Nur besonders wichtige Entscheidungen, beispielsweise in Personalfragen, bleiben nach Rücksprache mit den unmittelbar Betroffenen der Geschäftsführung vorbehalten.

Neben der Unternehmenskultur wurde auch die tägliche Arbeit umgestellt. Wer als Kunde Säcke mit Putz, Betonplatten für das Hofpflaster, Fliesen und Bodenbeläge für den Innenraum kauft, muss bislang mit Zetteln in der Hand von der Verkaufstheke in die Drive-in-Halle fahren und sich dort häufig erst einmal in eine Warteschlange einreihen. Diese Abläufe sollen in Zukunft voll elektronisch bearbeitet werden, so dass die Ware für den Kunden bereits mit der Eingabe des Verkäufers in seinen Rechner vom Lagerpersonal vorbereitet wird. Bis der Kunde dann in der Drive-in-Halle ankommt, steht die Ware dort bereit. In einem ersten Schritt wurde bereits der bestehende Vorgang vereinfacht und beschleunigt.

Kunden kommen schneller an die Reihe

Dazu gehört auch eine getrennte Bedienung von Privatkunden und Profis, also insbesondere Handwerkerbetrieben. “Privatkunden brauchen mehr und zeitintensive Beratung. Die Profis haben eng getaktete Zeitabläufe und stehen dann nervös hinter den Privaten”, beschreibt Hannappel das Problem. Die jetzt räumlich getrennten Anlaufstellen für beide Kundengruppen haben den Vorgang für alle Beteiligten entzerrt. Auch die verschiedenen Gewerke wurden neu aufgeteilt und zur Bearbeitung zum Teil neues Personal eingestellt.

Andere Veränderungen sind noch im Werden. Zwar liegen bereits neue Datenleitungen zwischen Verwaltungs- und Lagergebäude und das Lagerbüro ist zum Leitstand mit elektronischen Hilfsmitteln umgebaut worden. Bis das Warenwirtschaftssystem im vollen Umfang mit Scannercodes an den einzelnen Lagerboxen statt mit abgezeichneten Listen läuft, wird es allerdings noch etwas dauern. Nicht zuletzt müssen die Mitarbeiter umfassend an der neuen Technik geschult werden. Im kommenden Jahr soll nach Manuel Hannappels Vorstellung aber ein System funktionieren, bei dem Kunden sogar angezeigt bekommen, wie lange der LKW mit der Weton-Lieferung noch bis zu ihrer Baustelle braucht - vergleichbar mit der Sendungsverfolgung bei Paketdiensten. Der nächste Schritt wäre dann der Einstieg in die Online-Bestellung.

Auch wenn Manuel Hannappel Erfahrungen mit modernen Warenwirtschaftssystemen aus vorherigen Aufgaben in der Baustoffindustrie hat, setzte er bei Weton nicht einfach etwas Vorgefertigtes um. “Wir haben erst einmal viel mit Mitarbeitern und Kunden geredet: Was machen wir gut? Was können wir besser machen? Welche guten Lösungen kennt ihr von Mitbewerbern?”, beschreibt er seinen Ansatz.

Baustoffe jetzt auch auf Instagram

Die veränderten Arbeitsabläufe sorgen nicht nur für weniger interne Reibungsverluste. Sie wirken sich auch positiv auf das Image von Weton aus - gerade vor dem Hintergrund des Wettbewerbs um Fachkräfte. “Wir sind inzwischen mehrfach angesprochen worden und haben Initiativbewerbungen bekommen, weil die Leute merken, dass sich bei uns im Unternehmen etwas positiv entwickelt”, berichtet Hannappel.

Auch das Verkaufsmarketing im engeren Sinn hat in den vergangenen Monaten einen neuen Schub bekommen. Weton ist jetzt auf Facebook, Instagram und Youtube aktiv. “Wenn hier ein junger Handwerker reinkommt, dann hat er meistens das Smartphone in der Hand. Deshalb können wir auf neuen Kommunikationswege einfach nicht verzichten”, sagt der Geschäftsführer. Auf den elektronischen Kanälen werden neue Produkte vorgestellt, Firmenevents dokumentiert oder auch mal Sonderangebote unterbreitet. Von der Resonanz ist Hannappel begeistert. Auch die früher eher sporadischen Handwerkerfrühstücke, bei denen Industriepartner auf dem Weton-Gelände in Staffel neue Produkte vorstellen und über deren Verarbeitung informieren, sind nun monatlich fest eingeplant und erhalten regen Zulauf.

Als weiteres großes Projekt schwebt Manuel Hannappel die deutliche Erweiterung des Lagers vor. Dadurch könnte sich die Anzahl der Palettenstellplätze in einer Halle in etwa verfünffachen, auf mehr als 2500. Der Wandel bei Weton hat also gerade erst begonnen und wird noch einige Neuerungen mit sich bringen.

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