Matthias Rubröder: #heimatkarriere als Bürgermeister

Unternehmen: Array | Datum: 18.10.2019


Eine #heimatkarriere: Das muss nicht unbedingt ein Arbeitsplatz als Angestellter, als Selbstständiger oder als Unternehmensgründer sein. Im Fall von Matthias Rubröder aus Villmar waren es seine Mitbürger, die mehrheitlich der Meinung waren, dass er seine Laufbahn in der Heimatgemeinde fortsetzen sollte: Sie wählten ihn im März 2018 zum Bürgermeister und seit dem 1. Juli des Jahres amtiert er im Villmarer Rathaus.
Matthias Rubröder, amtierender Bürgermeister im Villmarer Rathaus und Unterstützer der Arbeitgeberkampagne #heimatkarriere
Matthias Rubröder, amtierender Bürgermeister im Villmarer Rathaus und Unterstützer der Arbeitgeberkampagne
Natürlich leistete Rubröder auch selbst einen Anteil an seiner #heimatkarriere – durch sein politisches Engagement, durch die Bereitschaft zur Kandidatur und durch seine Persönlichkeit. „Ich denke, dass die Direktwahl zum Bürgermeister besonders stark eine Personenwahl und damit vom subjektiven Eindruck geprägt ist, den die Menschen von den Kandidaten haben“, sagt Rubröder. Aus Gesprächen nach der Wahl hat er den Eindruck mitgenommen, dass er auf viele Mitbürger den kompetentesten Eindruck gemacht hat.

Schon immer gerne geholfen

Das Amt des Bürgermeisters oder eines anderen Funktionsträgers in der Gemeinde ist nicht immer eine reine Freude. Schließlich übernimmt man mit dem Amt auch die Rolle des unmittelbar greifbaren Ansprechpartners, den Einwohner bei Anliegen und auch Beschwerden direkt angehen. Das steckt Matthias Rubröder aber gut weg, denn ein Stück weit entspricht es seinem Charakter. „Schon von Kindheit an habe ich immer gerne geholfen. Wenn jemand Unterstützung braucht und fragt, bin ich schnell da“, beschreibt Rubröder sich selbst. So war es, als die CDU junge Menschen suchte, die sich in der Kommunalpolitik engagieren. So war es auch, als sein bester Freund vor einigen Jahren sein Wohnhaus kernsanierte: Matthias Rubröder machte mit, als Hilfe nötig war. „Natürlich gibt es auch Menschen, die sich nicht engagieren und anschließend meckern, aber das finde ich dann nicht angebracht“, sagt er.
Zunächst strebte er jedoch kein politisches Hauptamt an. Vielmehr absolvierte Matthias Rubröder von 2006 an eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in einem Elektrofachgroßhandel in Wetzlar. 2009 schloss sich ein Studium an, in dem er seinem frühen Interesse an politischen Zusammenhängen folgte: In Bremen schrieb er sich im Studiengang Internationales Politikmanagement ein. Ein Auslandssemester führte ihn in die USA, ein Praktikum nach Südkorea zur dortigen Niederlassung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ein Masterstudium der Politikwissenschaft absolvierte er in Frankfurt, auch weil es ihn aus familiären Gründen wieder in die Heimat zog.
Nebenher sammelte Rubröder als Mitarbeiter einer Unternehmensberatung und als Freiberufler für die European School of Governance weitere Berufserfahrungen. In der Unternehmensberatung folgte dann auch eine hauptberufliche Tätigkeit als Projektmanager.

Überraschungserfolg gegen den Amtsinhaber

Mit Matthias Rubröders Rückkehr nach Villmar 2013 lebte auch sein kommunalpolitisches Engagement wieder auf. In der Gemeindevertretung rückte er bald zum Fraktionsvorsitzenden der CDU auf und füllte dieses Amt zwei Jahre lang aus. Der Gedanke an eine Kandidatur gegen den damaligen parteilosen Bürgermeister Arnold-Richard Lenz lag in dieser Position nahe. Außerdem wollte Rubröder auch in diesem Fall helfen, wo Not am Mann war. So sagte er nach nur kurzer Bedenkzeit zu, als er aus seiner Partei wegen einer Kandidatur gefragt wurde. Außerdem machte ihm sein junges Alter den Entschluss leicht. „Wenn es nicht funktioniert hätte, dann wäre das kein Beinbruch gewesen. Ich hätte es einfach sechs Jahre später noch einmal versuchen können“, blickt er zurück. Aufgrund des Ergebnisses in der Stichwahl war das aber nicht nötig, und der Überraschungserfolg gegen den Amtsinhaber gelang.
Nun ist Matthias Rubröder selbst in einer Position, in der er – neben anderen Aufgaben – dafür sorgen muss, dass die Wirtschaft in seiner kleinen Gemeinde prosperiert.

Natürlich freut es ihn, wenn möglichst viele Einwohner wie er ihre #heimatkarriere in Villmar selbst oder einer Nachbarkommune finden.

„Aber man muss realistisch bleiben: Die Nähe zum Ballungsraum und die gute Verkehrsanbindung ist ein Erfolgsfaktor zur Ansiedlung von Gewerbe, genauso wichtig ist aber, dass Einwohner und Neubürger schnell ins Rhein-Main-Gebiet zur Arbeit kommen“, sagt der Bürgermeister. Deshalb profitiere die Gemeinde von der Nähe zur Bundesstraße 8.

Im Alleingang kommt die Kommune nicht weit

Mit der eigenen Gewerbestruktur, in der sich unter anderem einige Produzenten für den Weltmarkt finden, ist Rubröder sehr zufrieden. 2018 wurden die fünf letzten freien Gewerbegrundstücke verkauft. Beim Nachschub ist Villmar von den übergeordneten Verwaltungsebenen abhängig. Neues Gewerbeland darf die Gemeinde nur ausweisen, wenn der Regionalplan Mittelhessen Flächen dafür freigibt. Das Planungswerk wird voraussichtlich im nächsten oder übernächsten Jahr beschlossen und dann schließt sich noch das Planungsverfahren innerhalb der Gemeinde an. „Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam“, sagt Rubröder. Das meine er jedoch nicht als Vorwurf. „Viele Abläufe sind von Vorschriften und Gesetzen vorgegeben und können in der Kommune nicht einfach abgekürzt werden. Das ist ein Unterschied zur freien Wirtschaft, wo wenige Entscheidungsträger schnell bestimmen“, erläutert der Bürgermeister.
Was die Einwohnerzahl betrifft, verzeichnen alle Ortsteile eine positive Entwicklung, neben dem Kernort Villmar vor allem Weyer. In Villmar ist ein Baugebiet mit bis zu 50 Bauplätzen in der Entwicklung, in Weyer wurden in nur zwei Jahren rund zehn Grundstücke an Bauherren vermarktet. Probleme machen, wie andernorts auch, die Dorfkerne. Dort zeigen sich immer wieder Leerstände, in der alten Wohnsubstanz ebenso wie beim noch vorhandenen Einzelhandel. „Die Nachfrage nach Häusern in den Ortskernen ist okay, könnte aber besser sein“, räumt der Bürgermeister ein. Denn die Renovierung eines Altbaus im Siedlungskern ist eine teure und aufwändige Angelegenheit. Die Zuschüsse, die die Gemeinde für solche Projekte gibt, können das bei Weitem nicht ausgleichen. Aber das entscheidende bisschen an Hilfe kann das Geld aus der Gemeindekasse in solchen Fällen sein, und zu helfen macht dem Bürgermeister schließlich besonders viel Freude.

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