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Blechwarenfabrik Limburg: Ein Traditionsunternehmen erfindet sich neu

Unternehmen: Blechwarenfabrik Limburg GmbH | Datum: 26.11.2019


Tonnenschwere Anlagen müssen aus- und abgebaut werden und sollen Kilometer entfernt wieder in Betrieb gehen. Und das muss auch noch möglichst zügig im laufenden Betrieb von 15 Endfertigungslinien passieren, natürlich ohne Qualitätsverluste und ohne Lieferengpässe für die zahlreichen Abnehmer: Vor dieser Herausforderung steht die Blechwarenfabrik Limburg derzeit. Im November 2018 wurde der neue Firmenkomplex des traditionsreichen Unternehmens mit rund 20.000 Quadratmetern Nutzfläche im Gewerbegebiet nördlich der Kapellenstraße in Offheim fertig. Neben den dort neu installierten Anlagen muss eine Menge Technik vom Altstandort an der Schaumburger Straße im Stadtkern den Weg in die neuen Hallen finden.

Zwei Jahre lang umziehen

„Wir ziehen insgesamt seit rund einem Jahr um und werden damit auch noch bis Ende 2020 beschäftigt sein. Das stellt uns vor die eine oder andere Herausforderung“, sagt Annika Trappmann aus dem Management der Blechwarenfabrik. Beispielsweise werden einige besonders wichtige Anlagen während der kommenden Weihnachtsruhe des Betriebs umziehen. Sie müssen aus den zum Teil mehr als 100 Jahre alten Gebäuden in der Innenstadt ausgebaut werden, und können am neuen Standort erst nach Modernisierungsumbauten wieder anlaufen. „Da steckt noch einmal ein großes Stück Arbeit für unsere Mitarbeiter dahinter, bis alles wieder mit der nötigen Genauigkeit funktioniert“, erklärt Trappmann.

Trotz des großen Aufwands und Investitionen von voraussichtlich rund 30 Mio. Euro bis Ende 2020 steht Annika Trappmann ohne Wenn und Aber hinter der Entscheidung zur Verlagerung von Produktion, Verwaltung und Lager. Am Altstandort mussten beispielsweise die Bleche als Ausgangsmaterial zunächst im Keller eingelagert werden, um anschließend mit Aufzügen zur Veredelung zu gelangen, bevor sie wieder eingelagert und anschließend weiterverarbeitet wurden. Dazu kam die für LKW schwierige Anfahrt zu der innerstädtischen Liegenschaft. Diese Umstände machen die Produktion nicht nur unnötig kompliziert. Sie erhöhen auch die Kosten. „In der Verpackungswirtschaft herrscht ein sehr hoher Kostendruck“, erklärt Annika Trappmann. Da können sich bereits kleine Effizienzgewinne entscheidend auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Hauptprodukte der Blechwarenfabrik sind Verpackungen wie Dosen, Kanister und Eimer als verpackungen für Farben, Lacke und Chemikalien.

Limburg setzt sich als Standort durch

Außerdem war der Zeitpunkt 2014, als die Entscheidung anstand, günstig. Der Hauptgeschäftsführer Hugo Trappmann war gerade dabei, diese Position an seinen Sohn Hugo Sebastian weiterzugeben, so dass ein junges Führungsteam das Großprojekt angehen konnte. Kreditzinsen waren damals bereits niedrig, aber die Baufirmen noch nicht so ausgelastet wie heute. Nicht zuletzt war in Offheim eine ausreichend große Fläche zu bekommen. Der Standort Limburg stand dabei für das Unternehmen am Anfang stark infrage, denn es hatte als alternativ gut gelegenen Produktionsstandort in Neustadt/Wied zur Auswahl. Da jedoch zu befürchten war, dass ein großer Anteil der Belegschaft diesen Umzug nicht mitmachen würden und die Verantwortlichen der Blechwarenfabril sich mit der Stadt Limburg verbunden fühlen, entschieden sie sich gegen einen Standortwechsel nach Neustadt/Wied. So erfolgte im Juni 2016 schließlich der Spatenstich neben der Bundesstraße 49 in Offheim.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Führungsebene der Blechwarenfabrik schon ein ambitioniertes Ziel formuliert: „Wir haben den Anspruch, das modernste Metallverpackungsunternehmen Deutschlands zu werden.“ Entsprechend sind die verschiedenen Produktionslinien in der riesigen Halle optimal für einen reibungslosen Materialfluss angeordnet. Autonome Gabelstapler fahren hin und her, um Maschinen und Mitarbeiter mit Ausgangsmaterial zu versorgen und die fertigen Produkte abzutransportieren. Das Hochregallager kann Material viel schneller und mit viel weniger Bruch aufnehmen und abgeben, als das in den alten Kellerräumen in der Innenstadt möglich war. Die Schnittreste von Blechen werden automatisch gesammelt, um wieder ins Recycling zu gehen. Überall in der Halle ermöglichen große Monitore zu jeder Zeit einen Überblick über die laufende Produktion und eventuelle Störungen.

Auf Effizienz getrimmt

„Eine externe Wärme- und Kälteversorgung brauchen wir praktisch überhaupt nicht mehr. Die Abwärme unserer Lackieranlage heizt die Produktion und die Verwaltung. Im Sommer kann sie über Wärmetauscher auch zur Kühlung verwendet werden“, nennt Annika Trappmann einen weiteren Aspekt. Darüber hinaus erzeugt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach Strom für den Eigenverbrauch und darüber hinaus. Der Energieverbrauch einzelner Anlagen kann in Echtzeit abgelesen werden und nicht wie im alten Werk, wo einmal in der Woche zahlreiche Stromzähler abgelesen und der Verbrauch auf Zetteln notiert werden. Verschiedene Systeme, wie die Beleuchtung oder die Druckluftversorgung, passen sich automatisch an die Laufzeiten der Anlagen an und sparen so weitere Energie ein.
Auch die rund 300 Mitarbeiter sollen vom neuen Gebäudekomplex profitieren. Bei der Ausstattung wurde ein Schwerpunkt auf Ergonomie gelegt, um Gesundheitsproblemen vorzubeugen. An die Stelle kleinerer Pausenräume für einzelne Abteilungen ist eine große, offene Kantine für alle mit direktem Blick auf die Produktion getreten. „Das führt zu mehr Kontakten und Gesprächen über die Abteilungsgrenzen hinweg und trägt spürbar dazu bei, dass Fragen frühzeitig geklärt werden“, bilanziert Annika Trappmann nach einem Jahr in der neuen Arbeitsumgebung.

Gute Argumente fürs Weißblech

Hinter den Mitarbeitern liegt mit der Planungs- und Bauphase ein hartes Stück Arbeit, zumal sich die Blechwarenfabrik nicht auf einen Projektentwickler oder einen externen Generalunternehmer stützte, sondern am und im neuen Firmensitz viel selbst plante und einzeln an ausführende Unternehmen vergab. Dabei mussten viele Mitarbeiter sich mit der Optimierung neuer Anlagen für die sehr speziellen Produkte oder in ungewohnte Themenfelder rund um Bau und Gebäudeausrüstung einarbeiten, wenn auch mit Unterstützung von Fachfirmen. „Ich habe mich beispielsweise intensiv mit der Beleuchtungsplanung auseinandersetzen müssen“, sagt Annika Trappmann, die selbst nicht aus der technischen sondern aus der betriebswirtschaftlichen Sparte kommt.
Für die Zukunft sieht die die Blechwarenfabrik gut aufgestellt, gerade auch vor der kontroversen Diskussion über Verpackungen und Verpackungsmüll. „Weißblech ist schließlich das einzige Verpackungsmaterial, das restlos und ohne Qualitätsverluste wiederverwertet werden kann“, sagt sie.


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