Kartoffelanbau Rompel: Alles für die Knolle

Datum: 19.10.2020


Kartoffeln sind für viele Kleingärtner eine ertragreiche, unkomplizierte Pflanze. Doch wer eine Familie damit ernähren muss, für den macht die Kartoffel eine ganze Menge Aufwand: Zur Bodenbearbeitung, dem Setzen der Knollen und der Ernte kommen die Anbauplanung mit rund einem Dutzend Sorten, Bewässerung, Sortieren, Verpacken, das zum Teil klimatisierte Einlagern und die Vermarktung auf verschiedenen Wegen dazu. Viel Arbeit also für Christof und Melanie Rompel. Sie haben ihren landwirtschaftlichen Betrieb in Lindenholzhausen zu einem guten Teil auf den Kartoffelanbau spezialisiert und nicht zuletzt auch auf die Direktvermarktung: In "Melli's Hoflädchen" im alten Hof in der Ortsmitte gibt es die Kartoffeln aus eigenem Anbau, Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Produktion und dazu Produkte aus einem Netzwerk von Landwirten in der Region.

Direktvermarktung gehörte schon immer dazu

Die Direktvermarktung hat in der Familie Rompel Tradition. 1977 gehörten Christof Eltern Josef und Magdel Rompel in der Region zu den Pionieren im Anbau von Erdbeeren, die direkt an Verbraucher gingen. Aber auch Kartoffeln und Hausmacher Wurst wurden, wie auf vielen Höfen, im kleinen Umfang direkt im Ort verkauft. Christof Rompel machten die Kartoffeln aber mehr Spaß, und so stellten er und seine Frau nach der Übernahme des Hofs die Kartoffeln in den Mittelpunkt. Allerdings werden weiterhin auch Getreide und Zuckerrüben angebaut.
Vor 16 Jahren wurde der Hofladen eingerichtet. "Weil die Kinder klein waren, bot es sich an, dass ich zu hause etwas tun konnte", erinnert sich Mellanie Rompel. Damals spielte im Betrieb die Schweinehaltung noch eine große Rolle. Bis heute führt das Hoflädchen das, was das Schwein hergibt - von der Dosenwurst bis zu Grillfleisch und -wurst für den Sommer, aus eigener Verarbeitung mit dem Fleisch aus der Hofmetzgerei Fürnstall in Heckholzhausen.

Breite Palette im Hofladen

Seit 2007 sind der Hofladen und der gesamte Betrieb an den Landmarkt angeschlossen, einen Verein von Direktvermarktern aus Hessen und benachbarten Regionen. In diesem Verbund bieten die einzelnen Hofläden Produkte der Partner an und vergrößern so ihre Angebotspalette. Außerdem sind rund 300 Rewe-Märkte angeschlossen, was den Zugang zu einer viel größeren Kundschaft eröffnet.
Melli's Hoflädchen bekommt aus dem Verbund unter anderem Erdbeeren und Spargel von der Familie Gemmer in Herold, Senf von der Familie Faßbender aus Hambach, Äpfel vom Apfelrondell in Obertiefenbach, Wäller Nudeln vom Eier- und Nudelhof Becker in Hadamar und neuerdings auch Wein aus Saulheim in Rheinhessen. Und natürlich gibt es die eigenen Kartoffeln, die auch über die Partner im Landmarkt-Netz vertrieben werden. "In den 16 Jahren ist der Hofladen stetig gewachsen, aber niemals explosionsartig", berichtet Melanie Rompel. "Und das ist gut so, denn die Qualität soll nicht leiden."

Bis zu 1000 Tonnen Kartoffeln auf Lager

Inzwischen kommen die Kunden im Laden aus der ganzen Region, zum Teil auch aus den umliegenden Landkreisen. Sogar ehemalige Lindenholzhausener, die heute anderswo in Deutschland wohnen, decken sich bei den Besuchen in der alten Heimat mit den Kartoffeln von Rompel ein. Dazu kommen das Ausliefern zur Einkellerung in größeren Mengen, die Versorgung von Gastronomiebetrieben, die Belieferung anderer Landmarkt-Hofläden und natürlich der Vertrieb über Rewe, der den größten Anteil darstellt.
Um das alles zu bewältigen, muss die Familie Rompel Einiges an Arbeit und Technik aufbieten. 30 Hektar für den Kartoffelanbau und inzwischen zwei Hallen zur Lagerung der Knollen sind nötig, ebenso Sortier- und Verpackungsmaschinen. Rund 650 Tonnen Kartoffeln können gekühlt gelagert werden. Insgesamt ist eine frostfreie Lagerung von rund 1000 Tonnen möglich.

Inzwischen muss bewässert werden

Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. "Wir müssen festkochende, vorwiegend festkochende und mehlige Kartoffeln anbieten können. Außerdem müssen frühe und späte Sorten dabei sein. Und dann kommen verschiedene Sorten unterschiedlich gut mit Trockenheit und Nässe zurecht", sagt Christof Rompel. Das führt dazu, dass er jedes Jahr und zwölf Sorten im großen Stil anbaut. Dazu kommen kleinere Flächen, auf denen er neue Sorten ausprobiert. Die vergangenen trockenen Jahre haben ihn zur Bewässerung von Feldern gezwungen. Das bedeutet einen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand zum Verlegen der Leitungen und außerdem höhere Kosten, weil es das Wasser nicht umsonst gibt.
Die umfangreiche Arbeit ist nur in der Familie alleine nicht mehr zu bewältigen. Inzwischen gibt es zwei fest angestellte Mitarbeiter und zu den Hauptarbeitszeiten beim Setzen und Ernten der Kartoffeln mit bis zu 25 Aushilfskräften.
Was ihre Lieblingskartoffel betrifft, sind sich Melanie und Cristof Rompel einig: "Allians, das ist eine sehr schmackhafte, späte Salatkartoffel. Einfach mal probieren", empfehlen sie.

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