Emstalhalle in Oberbrechen nach erfolgreicher eineinhalbjähriger Sanierung zur Nutzung freigegeben

Datum: 21.10.2020


Gemeindevertreter/innen und Teilnehmer/innen bei der kleinen „Eröffnung“ in der neu sanierten Emstalhalle in Oberbrechen
Mit der Übergabe der Emstalhalle zur Nutzung durch die Gemeinde, Schulen und Sportvereine für Sport- und Übungsbetrieb sowie kulturelle Veranstaltungen Mitte Oktober endet eine eineinhalbjährige Sanierungszeit. Die Partizipation der Vereine und Gemeinde erfolgte im Hallenausschuss und so konnte bestmöglich auf die Wünsche und Anforderungen bei den Arbeiten eingegangen werden.

Sämtliche Sport-, Kultur und Dorfgemeinschaftshallen in der Gemeinde Brechen sind Eigentum der Gemeinde. Die Emstalhalle wurde 1974 als Großsporthalle gebaut und war seither für die Gemeinde Brechen, aber insbesondere für Oberbrechen ein Dreh- und Angelpunkt für das sportliche und kulturelle Leben. Nach über 40 „Dienstjahren“ stand die Gemeinde vor der Frage, ob die Emstalhalle saniert werden kann oder ob gar ein Abriss und Neubau geplant werden müsse. Diese Frage wurde insbesondere im letzten Kommunal- und Bürgermeisterwahlkampf im Jahr 2016 durchaus kontrovers diskutiert. „Für mich stand ein Abriss der Emstalhalle nie zur Debatte und so freue ich mich sehr, dass wir die sanierte Emstalhalle heute offiziell wiedereröffnen können“, so Bürgermeister Frank Groos. Diverse Gutachten und Untersuchungen haben das Vertrauen in die Bausubstanz bestätigt und so haben sich sowohl der Gemeindevorstand als auch die Gemeindevertretung mit großer Mehrheit für eine Sanierung ausgesprochen. Bürgermeister Frank Groos dankte allen Beteiligten für ein hohes Maß an Ausdauer in Planung und Durchführung und lobte die kooperative Zusammenarbeit. Mit einem Budget von 1.500.000 Euro konnte die Sanierung planungsgemäß durchgeführt werden – in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Mit 1,3 Millionen Euro wurde ein Großteil der Kosten durch das Investitionsprogramm der Hessenkasse finanziert, der Rest durch Eigenmittel der Gemeinde. Die Maßnahme wird ohne Kreditaufnahme finanziert!

Vorsitzende der Gemeindevertretung Christel Höhler-Heun, Architekt André Kramm, Bauleitender Architekt Michael Bogedan und Frank Groos am roten Band
Damit wird ganz wesentlich in die Infrastruktur der Gemeinde investiert, ohne dass es den Haushalt der Gemeinde entscheidend belastet. Die Baukosten waren damals für 2.161.000,- DM angesetzt. Die Vertreter der gemeindlichen Gremien, der Arbeitskreis Emstalhalle, der Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung konnten bei einem Vorstellungstermin die „neue“ Emstalhalle in Augenschein nehmen und zeigten sich begeistert. Besonders das neue zukunftsweisende Beleuchtungskonzept mit modernen dimmbaren LED-Beleuchtungskörpern überzeugte. An den Sportgeräten am Hallenrand, wie Kletterstangen/-leitern wurde nichts verändert. Neu hinzugekommen sind zwei Basketballkörbe, die bei Nichtnutzung nach oben weggeklappt werden können. Zwei Raumteiler lassen die Halle vielfältig nutzen. Ein in den oberen zwei Dritteln mit schallabsorbierendem Material versehenen Vorhang sorgt für angenehme Raumakustik, ein zweiter netzartiger Vorhang ermöglicht einen räumlich geteilten bei gleichzeitiger Sichtbarkeit nutzbarer Felder. Die Fluchtwegbeschilderungen und Sicherheitseinrichtungen wurden nach dem neuen Brandschutzkonzept eingerichtet oder überarbeitet. Das markanteste neue Element in der Halle stellt jedoch sicherlich die Hochtribüne dar. Im Vergleich zur alten Tribüne, die sich auf der kompletten Hallenseite entlang zog, wurde nun viel Raum geschaffen für die Vereine, die auf der rund 120qm² großen Fläche unter der Tribüne ihre Gerätschaften und Stühle unterbringen können. Insgesamt sieben bündig zur Wand verlaufende Geräteraumtore auf der Tribünenseite sowie zweieinhalb Tore auf der anderen Seite sorgen für Ordnung. Die beiden in zwei Absätzen zur Hochtribüne führenden Treppenaufgänge sind großzügig angelegt und mit Notlichtleuchten ausgestattet, die Notausgänge befinden sich direkt am unteren Treppenabsatz.

Die nutzbare Sitzflächenlänge von rund 35 Metern Metern in einer komplett durchgängigen sowie drei unterteilten Bankflächen bietet bis zu 260 Gästen Platz. Bei der gläsernen Balustrade ist das Spielfeld gut einsehbar, lediglich durch die Höhe bedingte Bereiche direkt vor der Trübne können etwas schwerer eingesehen werden. Auffällig mag die Metallführungsschiene entlang der Stirnseite erscheinen, dort sind zukunftssicher bereits z.B. die Verkabelungen für intelligente Nutzungen von IT-Systemen abgelegt. Komplett neu sind die – nach neuesten Brandschutzauflagen erforderlichen – Zutrittstüren zur oberen wie auch unteren Halle. Schon jetzt sei der Hinweis erlaubt, dass Brandschutztüren unter keinen Umständen aufgekeilt oder überhaupt Fluchtwege zugestellt oder versperrt werden dürfen – weder im inneren noch in den äußeren Zuführungen. Die ballwurfsicheren Schlüsselschalter sind in der Wand eingelassen und die Wände überwiegend mit Anprallschutz anstelle der bisherigen Holzlattungen versehen, was speziell im oberen Bereich der Halle die mit augenfälligste optische Veränderung darstellt und mit zum hellen freundlichen Erscheinungsbild der Halle beiträgt. Die in Holzkonstruktion erbaute Decke verfügt über ein schon seinerzeit wegweisendes Belüftungskonzept, dessen äußere Merkmale die Ausbuchtungen zur Dorfseite hin sind. Der Technikraum wurde den neuen Anforderungen angepasst, auch hier wurden Türen erneuert und ein frischer Farbanstrich wird in Kürze noch den Umkleiden im hinteren Hallenbereich zuteil. Ferner wurde im Bereich des Sanitätsraum eine Aufwertung durch eine neue Raumgestaltung umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit heimischen Firmen gemäß der Ausschreibungsrichtlinien stärkt die Region und ermöglicht kurze Abstimmungswege und schnelle Wartung. Die Anzeigetafel wird schon in Kürze ihren Platz an der langen Seite finden, freuen sich die Sportler/innen. Im Vorraum der Emstalhalle wurden neue Gaderobenhakenträger installiert, die sich bei Nichtnutzung platzsparend wegklappen lassen und der Anstrich wurde erneuert. Treppen und barrierefreie Zugänge, ein wichtiges Thema, dem heute viel Aufmerksamkeit geschenkt wird – so auch in der Emstalhalle.

Im oberen Bereich ist der ebenerdige Zugang bis in die Halle möglich, im unteren Bereich erfolgt dieser ebenfalls durch eine neu geschaffene behindertengerechte Tür mit Türschließer. Die Nutzung der Hochtribüne ist hingegen nicht möglich. Die behindertengerechte Toilette befindet sich direkt neben der Herrentoilette im Untergeschoss. So konnte auch hier raumsparend gearbeitet und den Anforderungen gerecht gehandelt werden. Im Multifunktionsraum, der überwiegend für die Nutzung des Tischtennis-Leistungszentrums Oberbrechen genutzt wird, wurde ein neuer Sportbodenbelag verlegt. Die Fensterelemente an der unteren Halle wurden komplett neu eingerichtet und Heizkörper ausgetauscht. An der Außenseite befinden sich zum Sonnenschutz von innen schaltbare Lamellen. Neu eingerichtet wurden im Kellerbereich Gitterabteile für verschiedene Vereine. Die Heizungsanlage wurde auf den energetisch neuesten Stand gebracht und sorgt so für eine wohlige Wärme und angenehmes Raumklima, der neben dem Eingang befindliche ca. 4,50 m hohe glänzende Schornstein ist das markanteste Element der neuen Heizung. Und selbst wenn die Halle zu ist, lädt sie zum Surfen ein, denn sowohl oben als auch unten sind die Antennen verbaut für die digitale Dorflinde, die kostenloses W-Lan für Besucher bereit stellt. Insgesamt erhält, so Bürgermeister Frank Groos am Rande des Rundgangs, die Gemeinde Brechen eine hervorragend sanierte und ertüchtigte Halle für die Nutzung im sportlichen und gemeindlichen Rahmen. „Zeige mir, wie Du baust, und ich sage Dir, wer Du bist“. Mit diesem Zitat eines deutschen Schriftstellers beschreibt Bürgermeister Groos die Sanierung der Emstalhalle. „Mit der neuen Emstalhalle hat die Gemeinde Brechen nun eine funktionale und den geforderten Sicherheits- und Brandschutzanforderungen entsprechenden Halle. Dabei wurde sparsam, wirtschaftlich und solide geplant und kalkuliert. Alles Attribute, für die gerade die Gemeinde Brechen auch in anderen Bereichen bekannt ist“, so ein sichtlich zufriedener Bürgermeister.

Text und Bilder: Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de


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