CDU-Fraktion im Gespräch – Verein für Integration und Suchthilfe e.V. ermöglicht Teilhabe und Unabhängigkeit

Datum: 08.05.2022


CDU-Kreistagsfraktion mit Arbeitskreissprecherin I. Drossard-Gintner (2te Reihe, 1.v.l.) und dem Vorsitzenden Chr. Wendel (3te Reihe, 3.v.l.), Frau P. Schweder (3te Reihe, 2.v.l.) und Frau J. Hautzel (2te Reihe, 2.v.l.) Verein Integration und Suchthilfe
Der Sozialarbeitskreis der CDU-Kreistagsfraktion besuchte kürzlich den Verein für Integration und Suchthilfe e.V. in Limburg. Frau Panja Schweder, eine der beiden geschäftsführenden Vorstände des Vereins, und Judith Hautzel, die Leiterin der Jugend- und Drogenberatungsstelle, begrüßte die Arbeitskreismitglieder herzlich, welche durch den Vorsitzenden Christian Wendel und den Pressesprecher Tarik Cinar der CDU-Kreistagsfraktion begleitet wurden.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichtete Panja Schweder über die Arbeit des Vereins. Seit 2020 sind die Jugend- und Drogenberatung Limburg e.V. (Gründung 1974) und der Verein Integration e.V. (Gründung 1987) unter einem Dach. Der Hauptamtliche Vorstand mit zwei Personen, der sechsköpfige Aufsichtsrat sowie die insgesamt 90 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an acht verschiedenen Standorten erfüllen gemeinsam einen wichtigen Versorgungsauftrag in unserer Region. Der Verein bietet Menschen mit psychischer und/oder körperlicher Behinderung und Menschen mit Suchterkrankung Unterstützung und Hilfe an.

Die Corona-Pandemie stellte für den Verein eine besondere Herausforderung dar. Auf der einen Seite sorgte die Pandemie vielerorts für immense Belastungen, auf der anderen Seite waren die klassischen Mittel der Beratung Einschränkungen ausgesetzt. So wurde gleich zu Beginn der Pandemie die Arbeit zunehmend digitaler und Videokonferenzen zur Beratung von Jugendlichen haben das Hilfsangebot nachhaltig erweitert.

Arbeitskreisvorsitzende und Ärztin im Ruhestand Inge Drossard-Gintner betonte in diesem Zusammenhang die schweren Belastungen durch die Einschränkungen für Kinder und Jugendliche: „Gerade für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sind soziale, persönliche Kontakte von besonderer Bedeutung. Wir können uns glücklich schätzen einen solchen Verein in unserer Region vorzufinden, der die Betroffenen unterstützt und so das Leben von vielen jungen Menschen in unserem Landkreis positiv prägt.“

Frau Schweder bestätigte dies. So habe es vermehrt Jugendliche mit Depressionen gegeben und auch der Drogenkonsum sei in der Pandemie gestiegen. Frau Schweder lobte dabei auch ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Institutionen der Kreisverwaltung - Sozial- und Jugendamt - mit Landrat Michael Köberle an der Spitze.

Der Verein unterstützt auch suchtkranke Betroffene von Gewalterfahrungen. Da die Beratungsstelle der Schweigepflicht unterliegt und vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen kann, finden hier die Betroffenen einen sicheren Ansprechpartner in der Not. Die Suchthilfearbeit ist eine langwierige. Etwa zwei Jahre braucht es von der Entgiftung über einen Entzug bis hin zu ersten Schritten der Wiedereingliederung in das soziale und berufliche Leben. Der Verein hilft auch dabei durch Programme wie Job+Work. So werden zum Beispiel abstinent lebende Suchtmittelabhängige wieder an ein strukturiertes, eigenständiges Leben herangeführt.

Die durch die Ampel-Regierung geplante Freigabe von Cannabis sieht die Beratungsstelle sehr kritisch. Gerade für Jugendliche berge der Konsum von Cannabis durch seine Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung Gefahren. Der Jugendschutz müsse sowohl in Sachen Cannabis wie auch beim Konsum von Alkohol weiter verstärkt werden. Die Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten hingegen begrüßen Frau Schweder und Frau Hautzel.

Zum Abschluss des Besuches bedankte sich der Fraktionsvorsitzende Christian Wendel sehr herzlich: „Der Austausch mit den Experten vor Ort ist immer wieder sehr hilfreich für unsere politische Arbeit. Wir sind daher sehr dankbar für die heutigen interessanten Einblicke in die wichtige Arbeit des VIS und besuchen Ihren Verein gerne erneut!“

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