Dezentrale Sammelstellen für Grünschnitt bieten Potential für umweltschonende Weiterverarbeitung – Bürgernähe und Umweltschutz vereinen

Datum: 02.08.2022


Mengerskirchen. Um möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises, die Möglichkeit zu geben, Grün- und Gehölzschnitt kostenfrei und wohnortnah abzugeben, wurden auf Beschluss des Kreistags im Jahr 2017 in Kooperation mit den Städten und Gemeinden des Landkreises Limburg-Weilburg, neben den bisherigen Sammelstellen in Beselich und Gräveneck, weitere Grünschnittsammelstellen errichtet.

Vorsitzende Christian Wendel (9.v.l.) und der Umweltarbeitskreisvorsitzende Tobias Grän (4.v.l.), mit dem 1. Kreisbeigeordneten Jörg Sauer (2.v.l.) und dem Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister (6.v.l.) sowie Bürgermeister Thomas Scholz (links) ©T.Cinar
Kürzlich konnte sich die CDU-Kreistagsfraktion nach einem Besuch der dezentralen Grünschnittsammelstelle in Hadamar auch auf dem Almerskopf ein Bild über den Umgang mit Grün- und Gehölzschnitt im Landkreis Limburg-Weilburg machen. Die Sammelstelle wird auf einem ehemaligen Bundeswehrdepot gemeinsam von den Gemeinden Löhnberg, Mengerskirchen und Merenberg mit dem AWB des Landkreises Limburg-Weilburg betrieben.

Auf der Sammelstelle wird schon seit 1997 Grün- und Gehölzschnitt abgelagert. Das Erfolgsmodell beruht darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger seit zwei Jahren kostenfrei und zu festen Öffnungszeiten (mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags zwischen 10:00 und 16:00 Uhr) Grün- und Gehölzschnitt abgeben dürfen. Dies geschieht unter Aufsicht, wodurch kaum Fremdstoffe enthalten sind, und gewerbliche Anlieferungen vermieden werden können. Die Entsorgung bzw. Entleerung der Sammelstelle, erfolgt entsprechend der Kooperationsvereinbarung zwischen Landkreis und Kommunen, auf Abruf durch Greiferfahrzeuge der Firma Abfallentsorgung Vobl. Auf diese Weise entstanden im Jahr 2021, gerechnet auf den Zeitraum Juli bis Dezember, Abholmengen von im Durchschnitt 45 kg je Einwohner und Jahr. Bürgermeister Thomas Scholz, der den Kreispolitikern die Anlage vorstellte, sieht noch weiteres Potential mit Zukunftscharakter: „Wenn wir bestehende Aufbereitungstechnologien noch weiter verbessern, können wir Beton, Pflaster und Fundamente aus Abbruch, z.B.: Industrieanlagen ortsnah aufbereiten und z.B. bei Straßensanierungen in den Untergrund einbringen!“ Damit, so Scholz weiter, können kurze Wege genutzt werden und es entsteht ein lokaler Ressourcenkreislauf, der auch unter Umweltgesichtspunkten, z.B.: Schonung der Basaltvorkommen in unseren Steinbrüchen, viele Vorteile mit sich bringt!“

Auch Jürgen Radu sieht in der Wiederverwertung der Grünschnitte deutliche Verbesserungspotentiale: „Abtransport und Entsorgung kostet!“, so der Verwaltungsfachmann. Dabei geht vergessen, so Radu, dass die angelieferten organischen Substanzen sich durchaus eignen, um in der Landwirtschaft auf Feldern oder in Grünanlagen der Kommunen eingebracht zu werden. Der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer, der in der Umsetzung des Kreistagsbeschlusses einen deutlichen Mehrwert für die Zukunft der Entsorgungswirtschaft sieht, unterstreicht: „In Krisenzeiten ist es von immenser Bedeutung, eigene Ressourcen vor Ort zu nutzen!“ Neben den neuen an der Kooperation teilenehmenden Kommunen, führe man aktuell mit zwei weiteren Kommunen Gespräche über eine Teilnahme u.a. mit der Stadt Limburg, so Sauer. „Wiederverwertung“, so Sauer, „sei dabei in allen Bereichen der Plan.“ So plane man auf dem Gelände des AWB in Beselich auch ein „Repair- bzw. Verschenke-Café“ sowie einen Online-Shop, um zum Beispiel noch brauchbare bzw. wiederaufbereitete Gegenstände des täglichen Bedarfs, wie z.B. Kühlschränke oder Elektrogeräte, den Bürgerinnen und Bürgern wieder anbieten zu könne.

Der Fraktionsvorsitzende, Christian Wendel, bilanziert das Erfolgsrezept und bringt es auf den Punkt: „Bürgernähe, Nutzerorientierung, geeignete Standorte gepaart mit persönlicher Betreuung vor Ort, die Kontrolle und Service gewährleisten, geben die richtige Antwort auf den kreisweiten Bedarf. Hier zeigt sich einmal mehr die beiderseits gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Städten und Gemeinden!“

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