Die Jusos Limburg-Weilburg stehen für die Gleichberechtigung von LGBTQIA+ ein.

Datum: 03.08.2022


Jährlich findet in Städten wie Köln, Berlin und seit diesem Jahr auch in Limburg ein CSD (Christopher-Street-Day) statt, um ein Zeichen für Toleranz und Offenheit zu setzen und den Kampf um Gleichberechtigung queerer Personen auf der ganzen Welt zu unterstützen. Wir dürfen uns als Gesellschaft nicht der Illusion hingeben, dass dies nicht mehr nötig sei – müssen queere Personen in Deutschland zwar keine Gefängnisstrafe mehr fürchten. Dies ist allerdings bei weitem keine Selbstverständlichkeit, und auch hier in Deutschland finden regelmäßig queerfeindliche Angriffe statt. Deshalb fühlen sich queere Menschen auch in Deutschland nicht sicher.

Um so erfreulicher war die Geste des Bundestages während des diesjährigen Berliner CSDs; aus Solidarität mit den Protestierenden hatte die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas die Beflaggung des Reichstags mit einer Regenbogenflagge, dem Zeichen für queere Menschen, veranlasst. So manch einer, darunter auch der heimische Bundestagsabgeordnete Herr Klaus-Peter Willsch (CDU), waren geschockt über diese Handlung der Toleranz und Akzeptanz. Verwunderlich ist dies bei Herr Willsch allerdings nicht – schon 2017 hat er gegen die Einführung der „Ehe für Alle“ gestimmt und somit versucht eine Gleichstellung queerer Personen zu verhindern.

„Der Kampf mancher Konservativer gegen die Rechte von queeren Menschen ist auch ein Kampf gegen unsere offene Gesellschaft“, äußert der Vorsitzende der Jusos Limburg-Weilburg, Leon Pätzold. Er führt weiter aus, dass auch das Argument man habe als queere Personen eine völlige Gleichberechtigung in Deutschland, weshalb solche „symbolische Akte“ nicht nötig seien, falsch ist. „Noch immer kommt es beispielsweise im Bereich des Adoptionsrecht zu einer Ungleichbehandlung queerer Personen“, so Robert Kleinmichel, Sprecher der SPDQueer Limburg-Weilburg.

Der Kampf für die Rechte queerer Personen ist noch nicht vorbei, solange nicht alle queeren Menschen auf dieser Welt ihre Sexualität offen ausleben können und keine Ungleichbehandlung mehr fürchten müssen. Aus diesem Grund ist das Hissen der Regenbogenflagge, als Zeichen der Solidarität des Bundestags mit den Demonstrierenden, ein wichtiges und richtiges Zeichen.

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