Wolf in Hessen – Antworten der Landesregierung unzureichend

Datum: 20.09.2022


Marion Schardt-Sauer fragt nach:

Als Landtagsabgeordnete aus einer ländlichen Region hat Marion Schardt-Sauer die besonderen Anliegen und Probleme der Menschen in diesem Umfeld im Fokus.
Dazu gehört auch das Thema „Wolf in Hessen“, das Landwirte, Tierhalter, Jäger und für Nutzer, Akteure der Waldkindergärten von Relevanz ist.
Für letztere geht es vor allem darum, präventiv über geeignete Schutzmaßnahmen und schnelle, gut organisierte Verfahrensabläufe im Fall des Auftretens von Wölfen im unmittelbaren Umfeld von Waldkindergärten informiert zu sein.
Hier scheint die Landesregierung aber kaum Handlungsbedarf zu sehen. Auf eine kleine Anfrage von Marion Schardt-Sauer im Landtag antwortete die zuständige Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz, lapidar:
„Aus den Erfahrungen mit dem Wolf im gesamten europäischen Verbreitungsgebiet lässt sich keine besondere Gefährdung von Waldkindergärten durch den Wolf ablesen“ und verweist anschließend auf die jeweiligen Forstämter als Ansprechpartner.
Kurz: wirklich zielführend geregelt ist scheinbar wenig. Personal und die Eltern werden in diesem Fall allein gelassen.
Marion Schardt-Sauer: „Die Antworten der Landesregierung sind völlig unzureichend. Ein solches Verhalten der Landesregierung und der zuständigen Ministerin können wir so nicht im Raum stehen lassen. Hier braucht es konkrete Aussagen und vor allem valide Prozesse, damit es erst gar nicht zu Konflikten kommt.“
Man werde gerade diesen Aspekt in der Wolfsdebatte weiter gegenüber der Landesregierung ansprechen und tragfähige Lösungen einfordern, so Schardt-Sauer.
„Dabei vergessen wir die anderen Problemfelder wie Landwirtschaft, Weidetierhaltung und Jagd natürlich nicht. Auch hier bleiben wir am Ball.“, kündigt Schardt-Sauer an. Sie betont: „Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine oder sogar mehrere Vorfälle wie Wolfsrisse, Sichtungen oder ähnliche Ereignisse gemeldet werden. Die hessischen Weidetierhalter sind deshalb maximal angespannt. Für die Landesregierung stehen diese Sorgen aber offensichtlich auf der Prioritätenliste unter „ferner liefen“. Das ist ein untragbarer Zustand.“, kritisiert Schardt-Sauer.
Auch aus Natur- und Artenschutz-Perspektive sei die offenkundige Untätigkeit der Landesregierung ein Problem, denn es komme vermehrt zur Verpaarung von Wölfen mit Hunden und damit zu sogenannten „Hybriden“. Aktuell melden beispielsweise Fachmedien, dass das Landesumweltministerium in Thüringen den Abschuss von insgesamt fünf Hybriden-Welpen angeordnet hat. Auch diesbezüglich hinke Hessen hinterher und es fehlten für solche Fälle ebenfalls verbindliche und klare Vorgaben, stellt Marion Schardt-Sauer fest.
Die Konsequenz für die Landespolitikerin: „Wir werden weiter mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Druck aufbauen, damit in der Frage des Wolfsmanagements in Hessen endlich ein vernünftiger und zielführender Weg beschritten wird, der die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt.“

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