Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Limburg-Weilburg

Unternehmen: Kreishandwerkerschaft | Datum: 16.11.2022


Goldene und Silberne Meisterbriefe sowie der Bericht von Kreishandwerksmeister Wolfram Uhe standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung im Bürgerhaus von Offheim. Wie Wolfram Uhe in seinem Bericht anführte, sei die Angst vor dem kommenden Winter bei den Handwerkern in Sachen Energiekrise spürbar. „Niemand weiß, was geschehen wird“. Viele Betriebe würden um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen. „Dabei geht es längst nicht mehr um einzelne Herausforderungen, sondern um eine dramatische Gemengelage“, so der Kreishandwerksmeister. Die multiplen Krisen würden dazu führen, dass das Handwerk derzeit aus mehreren Richtungen in die Zange genommen wird. Explodierende Energiepreise, unsichere Energieversorgung, massive Materialverteuerungen und Lieferengpässe, Konsumzurückhaltung, steigende Belastungen durch Sozialabgaben und steigende Löhne sind seinen Worten nach die hauptsächlichen Belastungen für das Handwerk, zu denen noch der wachsende Fachkräftebedarf und bürokratische Pflichten verschärft hinzukommen. „Durch diese Problematiken und steigenden Kosten drohen dem Handwerk und der Wirtschaft in Deutschland im allgemeinen irreparable Schäden, wenn die Politik nicht rasch und entscheidend handelt“. Dies machte er an einem Beispiel deutlich. Ein selbständiger Handwerksmeister könne in seinem renovierten und teilweise vermieteten Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus statt der bisherigen 5000 Euro plötzlich 20.000 Euro oder mehr Heizkosten für Wohnungen und das im Haus befindliche Büro bezahlen müssen. Zusätzlich muss sich das Handwerk „von einer mit einem staatlichen Rundum-Sorglos-Pakte ausgestatteten Klasse von Berufspolitikern sagen lassen, er sei reich und müsse zugunsten vermeintlicher Geringverdiener höhere Steuern zahlen“. Die Verachtung für den produktiven Teil der Gesellschaft war seinen Worten nach schon in der Pandemie zu beachten, wo sich das sogenannte „Team Vorsicht“ fast ausnahmslos aus dieser Rundum-Sorglos-Klasse rekrutierte. Auch ging Wolfram Uhe auf die Situation im Bereich der Jugend ein. Trotz Schwierigkeiten sei es dem Handwerk gelungen, die Zahl der Auszubildenden erfreulicherweise für das Ausbildungsjahr 2021-22 zu stabilisieren. Die Zahl der 899 Auszubildenden im Jahr 2022 sei im Vergleich zum Vorjahr auf nahezu gleichem Niveau. Schwer sei es aber, die Jugendlichen auch bis zum Ausbildungsziel zu halten, so dass von allen Auszubildenden am Ende nur ca. 40 Prozent die Gesellenprüfung absolvieren, der Rest bleibt auf der Strecke und schafft nicht die Prüfungsanforderungen. Das liege auch daran, dass die Betriebe viele Jugendliche ausbilden, die nicht ausbildungsreif sind. Aber bedingt durch die Tatsache, dass es zu wenige Jugendliche gibt, die überhaupt eine Ausbildung machen wollen, versuchen es die Betriebe, trotz offensichtlicher Probleme. Damit nun in zukünftigen Jahren genügend Auszubildende für das Handwerk zu begeistern sind, muss nun vor allem politisch einiges geschehen. Die Politik müsse die Berufsbildung mehr in den Focus nehmen. Es müssen wieder Fächer wie Werken, Polytechnik oder Handarbeit in den allgemeinbildenden Schulen eingeführt werden, „damit Kinder und Jugendliche überhaupt wieder mit praktischen Tätigkeiten in Berührung kommen“. Am Ende seines Berichtes folgten dann Zahlen, die sich sehen lassen konnten. Im Landkreis Limburg-Weilburg waren zum 31.12.2021 insgesamt 2604 Handwerksbetriebe eingetragen. In diesen Betrieben wurden 14.000 Menschen beschäftigt, die einen jährlichen Umsatz von 1,58 Milliarden Euro erwirtschaften. Über alle Innungen hinweg konnten 53 neue Mitglieder gewonnen werden. Derzeit sind in allen Innungen insgesamt 663 Mitglieder eingetragen. Am Ende konnten noch mit vielen Glückwünschen die Goldenen und Silbernen Meisterbriefe überreicht werden. Eine Ehrenurkunde ging an Martina Michel (Raumausstatterin) für 25 Jahre, der Silberne Meisterbrief für 40 Jahre an Markus Werner (Maler, Lackierer), Peter Wehrle (Fleischer), Klaus Siegmund (Elektrotechnik), Hermann Rembser (Fleischer), Dieter Kunz (Stuckateur), Mechthild Fluck (Friseur), Gehrhard Dragässer (Installateur- Heizungsbau) und der goldene Meisterbrief für 50 Jahre an Heribert Wolf (Installateur-Heizungsbau) und Nobert Quirmbach (Elektrotechniker).

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